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 |  | | Dorferneuerung Weinsheim Neugestaltung Bereich Bushaltestelle / Ortsmittelpunkt |
 |  |  |  | | Entwicklung des Projektes aus dem Dorferneuerungskonzept
Bei der Fortschreibung des DE-Konzeptes Weinsheim im Rahmen der Förderung als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt ist die Umgestaltung des Ortsmittelpunktes im Bereich der Bushaltestelle zwischen der rückgebauten K 98 (B 41 alt) und dem bestehenden Dorfplatz in der Hundsgasse eine zentrale Maßnahme im öffentlichen Bereich und wird auch mit Prioritätsstufe 1 bewertet. Dieser wichtige Kreuzungsbereich an der historischen oberen Ellerbachbrücke ist ein Sammelpunkt für zahlreiche Aktivitäten. Im unmittelbaren Umfeld befinden sich das Gemeindehaus mit Ratssaal, Gruppenräumen und Gemeindebüro, das historische Rathaus mit Versammlungsräumen, Jugendraum, Gemeindewerkstatt und Archivräumen, mehrere Geschäfte (Metzgerei, Bäckerei, Drogerie) und die Raiffeisen-Bank. Die Bushaltestelle selbst ist ein herausragender Kommunikationspunkt. Von hier aus gehen neben dem ÖPNV auch die Schulbusse ab, Vereine und Gruppen treffen sich hier zu gemeinsamen Fahrten und Ausflügen und im Sommer ist dies einer der wichtigsten Treffpunkte der Dorfjugend. Vom Bereich der Bushaltestelle führt ein idyllischer Pfad am Ellerbach entlang zwischen Bauerngärten über einen Steg zum Dorfplatz in der Hundsgasse. Zusammen mit anderen Wegen, die sich hier treffen, ist dies auch ein wichtiger Bestandteil des ausgedehnten Weinsheimer Fußwegenetzes, das ebenfalls im Rahmen der Dorferneuerung verbessert und ausgebaut werden soll. | | 2. Erläuterung der beabsichtigten Maßnahme und Definitionen der angestrebten Qualitätsstandards ( Siehe auch Übersichtsplan ) | | |
 | | | Ausgangssituation Der heutige Zustand der Bushaltestelle und ihres Umfeldes entspricht nicht den Anforderungen an einen zentralen Treff- und Informationspunkt einer aufstrebenden Wohn- und Weinbaugemeinde. |
| Im Rahmen des Rückbaus der K 98 (ehemalige B 41) wurden im Umfeld schon einige Straßenbaumaßnahmen durchgeführt. Auch an der Bushaltestelle selbst wurde der Fahrbahnbelag erneuert, die befestigte Fläche reduziert und behindertengerechte Einstiegshilfen eingebaut. |
| Im Rahmen der Dorferneuerung bietet sich nun die Chance, hier ein echtes Ortszentrum un einen würdigen „Empfangspunkt“ der Gemeinde zu schaffen. Das vorhandene Umfeld mit dem Ellerbachlauf und der historischen Bebauung bildet hierfür einen hervorragende Kulisse. |
| Die vorhandene „Platzmöblierung“, die Infokästen und das Buswartehäuschen sollten durch eine abgestimmte Gesamtgestaltung ersetzt werden und somit einen repräsentativen Charakter erhalten. |
| Die Gemeinde hat die Chance, eine angrenzende Gartenparzelle zu erwerben, auf welcher sich eine Garage befindet. Dies eröffnet weitere Chancen zur Entzerrung von Bushaltestelle und Jugendtreffpunkt, einem wichtigen Punkt aus der Spielleitplanung, der über die Dorferneuerung umgesetzt werden könnte. |
| Die Weinsheimer Ortschronik berichtet von einer ehemaligen barocken Gartenanlage in diesem Bereich, wovon nur noch der denkmalgeschützte Torbogen übrig ist. Hier soll eine Rekonstruktion versucht werden, um die Gesamtgestaltung ansprechend abzurunden. |
| Insgesamt würde die beantragte Maßnahme eine deutliche Ortsbild-verbesserung im zentralen Ortskern, eine funktionale Verbesserung der Bushaltestelle und ihrer Elemente, ein besseres Angebot für die Jugendlichen und eine Attraktivitäts-Steigerung für die angestrebte touristische Entwicklung bedeuten. |
| Beabsichtigte Planung
Im Rahmen des Dorferneuerungs-konzeptes soll dieser zentrale Bereich in der Ortsmitte als multifunktionaler Treffpunkt und Informationsbereich ausgebaut und umgestaltet werden. Buswartehalle, Infotafeln und öffentliches Telefon sollen einheitlich zusammengefasst und gestaltet werden, die Jugend einen Sommertreffpunkt erhalten und ein historischer Bauerngarten rekonstruiert werden. Durch Verbesserung des Fußwegesystems, Ergänzung der ortsbildprägenden Platanenallee und Einbeziehung des Ellerbachlaufs und der Umgebungsbebauung wird die Ortsmitte deutlich attraktiver gestaltet und erhält ihre zentrale Funktion nach dem Bau der Ortsumgehung zurück. Natürliche und dorfgemäße Materialien sollen im Vordergrund stehen und in moderner Form zu einem harmonischen Gesamtbild beitragen. Insgesamt soll Weinsheim hiermit ein attraktives „Aushängeschild“ in der Ortsmitte erhalten, welches auch Vorbildfunktion für die kommenden Projekte der Dorferneuerung hat. (siehe beiliegende Skizzen) |
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 |  | | Ökologisches Konzept bei der Freiflächenplanung
Neben der besseren Durchgrünung der Ortsmitte ist die Entsiegelung möglichst großer Bereiche ein Hauptanliegen der Maßnahme. Pflanzinseln, Ellerbachufer, Garten- und Randbereiche sollen naturnah und dorfgemäß gestaltet werden, Pkw-Stellflächen und Übergangszonen sollen mit versickerungsfähiger Pflasterung oder mit breitem Fugenabstand ausgebildet werden. Ein weiterer ökologischer Aspekt ist die Schaffung abwechslungsreicher Kleinstrukturen mit Biotopen für an den Siedlungsbereich angepasste Arten. Trockenmauern, Fugen, Pflanzbeete, Feuchtbereiche oder Fassadenbegrünungen bieten Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Damit geht eine deutliche Verbesserung des Mikroklimas einher, sommerlicher Hitzestau wie bei der bisherigen großen Asphaltfläche wird weitgehend vermieden. Durch die Einbeziehung des Ellerbachlaufes mit entsprechendem natürlichem Uferbewuchs und die Bewahrung und Gestaltung der angrenzenden Bauerngärten wird das ökologische Bewusstsein geschärft, was langfristig und nachhaltig zu positiven Nachahmungseffekten führen wird. Bernhard Backes Dorferneuerungsplaner |
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